Der Igel des Heidentum

oder Die mythologische Wasserente

slawische Mythologie Februar 5, 2009

Gespeichert unter: fremde Mythologien — pinnsvin @ 4:15
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Also da es jetzt sowieso raus ist, dass ich in Moskau war, muss ich euch auch unbedingt davon erzählen, dass ich ein  Buch über slawische (!) Mythologie gefunden habe. Diese Mythologie ist ja so gut wie gar nicht mehr anzutreffen. Auf deutschen suchen kann man vergessen, auf englisch kriegt man ein paar Grundinformationen und auf russisch ist es auch nicht der Overkill.

Deswegen ist mein nächstes privates Russischprojekt, dass ich da mal ein, zwei Sachen aus meinem Buch rausübersetze, was aber eine ganze Weile dauern kann. Momentan hab ich ja nichtmal Zeit deutsche Bücher zu lesen.

Und wenn ich über solche Zeitdefizite jammere muss ich immer daran denken, dass wenn ich nur halbsoviel Zeit ein Buch lesen würd von der Zeit in der ich im Internet irgendwelche dummen Seiten anschaue oder Onlinespiele spiele, dann hätt ich wohl schon meine ganze Zu-lesen-Abteilung im Bücherregal durch!

Zum Glück hab ich keinen Fernseher, dann würd ich mich wohl gar nicht mehr bewegen O.O

 

Audhumla Februar 5, 2009

Gespeichert unter: Alltag, Asatru — pinnsvin @ 2:59
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audhumla

audhumla

Haha, kaum regt man sich auf klappt es gleich beim ersten Versuch! Aber anscheinend hat da was bei WordPress nicht gut funktioniert. Naja, egal :)

Das auf dem Bild ist jedenfalls meine allerbeste Stoffkuh Audhumla und sozusagen der Superstar in unserer Wohnung (ist ja auch ganz leicht, wenn man schon mal der Star von Ginnungagap war).

Wobei man jetzt bitte nicht denkt „oh Gott, was hat pinnsvin für scheußliche Tapeten in ihrer Wohnung!“ nein, nein da war die Audhumla gerade in Moskau unterwegs – genauer gesagt in einer miesen UdssR-Wohnung ein paar Tage nach Neujahr. Wir waren eine zeitlang dort, um zu schauen, ob eh alles im Lot dort drüben ist – die Kuh ist kosmopolitisch sehr interessiert. Immerhin nährte sie ja auch Ymir, aus welchem ja später die Welt geformt wurde.

Nun wünscht sie sich nichts sehnlicher, als dass ich mir mal „Am Anfang war die Kuh“ besorge, welches angeblich ein sehr gutes Buch sein soll. Aber dann denk ich mir, dass ich inzwischen so viele Edda-Nacherzählungen, Nachdichtungen, etc. besitze, dass ich vielleicht dieses Buch nicht nur des Namens wegen kaufen sollte.

Darum hoffe ich darauf, dass sich irgendjemand sich hier irgendwann einmal meldet, der das Buch gelesen hat und mir sagen kann, ob es sich lohnen würde! Das wäre unglaublich nett. Ich würd dann auch ein Bild von der Kuh machen wie sie frohlockt – also es zahlt sich aus!

 

fotos einfügen Februar 5, 2009

Gespeichert unter: Blogintern — pinnsvin @ 2:43

hach ihr hättet schon längst einen neuen eintrag, wenn ich nur endlich verstehen würde wie das blöde neue fotoeinfügen geht :/ geduld geduld!

ich würde euch da nämlich sehr gerne was zeigen

 

Ditte und Giovanni Bandini Januar 28, 2009

Gespeichert unter: Heidallerlei — pinnsvin @ 1:24
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So, obwohl ich grad im äußersten Prüfungsstress bin will ich an dieser Stelle mal kurz einen Buchtipp loswerden bzw. mehrere Buchtipps. Während meiner internetlosen Zeit hab ich das neue Buch von Ditte und Giovanni Bandini über Vampire gelesen („Das Vampirbuch“) und ich muss sagen ich mag es einfach total :*)

Die Autoren schaffen es immer wieder (zuvor auch schon bei Elfen und Feen, Zwergen, Drachen) volksmythologischen Figuren einen tollen Querschnitt zu verpassen. Es ist quasi eine Momentaufnahme aus verschiedenen Zeiten, die populärwissenschaftlich behandelt werden. Gefällt mir sehr gut!

Ich möchte nämlich weder die Klugscheissereien eines Autors ertragen müssen noch möchte ich mich durch ein Buch durchkämpfen müssen.

Wer sich schon intensiv mit den Themen auseinandergestzt hat findet hier vielleicht wenig Neues, aber alle die mal bei so einem Thema das oberflächliche Wissen vertiefen möchte ist hier genau richtig :)

Und oh ja ein Igelbuch haben sie auch geschrieben. Und ich liebe Igel :)

 

an einem wunderschönen novembertag… Januar 28, 2009

Gespeichert unter: Blogintern — pinnsvin @ 3:14

hat mein internet aufgehört zu funktioniert. es war schockierend und traurig. aber mit voller zuversicht habe ich gedacht, dass ich mein altes internet aus einer alten wohnung einfach hierher umziehen lassen könnte bei meinem internetdienstanbieter und schon wäre alles in butter und sicherlich in einer woche alles klar.

naja.

dann habe ich bei ihnen angerufen und gemeint, dass ich schon in der neuen wohnung wäre, ich kann mich nicht per internet anmelden, sie sollen mir ein formular schicken. zunächst einmal dauerte es schon eine woche, dass ich das umzugsformular bekam (wär ja nicht weiter schlimm). dann dauerte es ein, zwei wochen bis die registriert haben, dass sie das formular bekamen. Dann war es schon Dezember. Ich rief also an und fragte, wann denn der Techniker käme. Und man sagte mir Geduld, Geduld sie werden mich sicher bald kontaktieren.

In höchster Ungeduld hab ich 24 Stunden am tag mein Handy ja nichtmal auf lautlos gestellt, damit ich bloß nicht diesen anruf verpasse. Das hab ich bis zweiten Jänner gemacht o.O Dann war ich für ein paar Tage in Moskau, wo ich mich nicht einmal dort getraut hab das Handy auszumachen falls die vom Internet anrufen.

Als ich schließlich weideri n meiner internetlosen Wohnung saß rief ich bei denen nocheinmal an und es hieß beim ersten Anruf, dass sie es nicht geschafft haben mich zu erreichen (?!) und beim zweiten Anruf hieß es, dass ich am 22. Dezember ja schon einen Termin hatte und den hab ich nicht wahrgenommen und man hätte mir das zukommen lassen.

Okay dann hab ich einen neuen Termin ausgemacht Mitte Jänner inzwischen schon und der Techniker kam und meitne dasses in spätestens einer Stunde freigeschalten ist.

War nicht so.

Ruf ich noch einmal an.

Dann sagen sie mir, dass das kein Problem ist ich soll bis zum Abend warten da geht es dann sicher.

Tat es nicht.

Ruf ich noch einmal an.

Dann sagen sie mir ich habe die Rechnungen nicht bezahlt. Da bekomme ich dann raus, dass sie irgendeine Rechnung zwischendurch an die alte Adresse geschickt haben und noch eine Mahnung und noch eine Mahnung (die Leute dort, meien früheren Mitbewohner denken nicht im Traum daran mir das per sms zu schreiben). Also wurde das Internet gesperrt.

Bezahl ich halt die Rechnung, damit ich bloß wieder Internet hab.

Warte ich.

Nach einer Woche noch kein Internet, dann ruf ich wieder an.

Haben sie vergessen freizuschalten.

Dann hab ich nochmal drei Tage auf die Freischaltung warten können und jetzt meine Damen und Herren habe iches  nach zweieinhalb Monaten geschafft, dass ich meinen Vertrag umgezogen hab. Das mach ich nie wieder.

Niemals!

Und wer jetzt das alles gelesen hat kann hoffentlich verstehen, dass ich riesige AGGRESSIONEN gegenüber dem Internet gehabt habe und möge es mir verzeihen, dass ich nicht am Blog geschrieben hab.

Falls da draußen noch irgendjemand ist!

 

Weltenbaum V November 5, 2008

Gespeichert unter: fremde Mythologien — pinnsvin @ 12:05
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So, diesmal widmen wir uns dem Ashvattha, dem indischen Baum der Erkenntnis. Obwohl Indien zum indogermanischen Gebiet zählt, ist Ashvattha aber kein normaler Dreiweltenteilungsbaum.

Das hervorstechendste Merkmal dieses Baumes ist es, dass seine Zweige bis ganz nach unten gehen und seine Wurzeln oben sind. Oben bei den Wurzeln ist die Götterwelt; die Wurzeln, die die geistigen Verbindungen und Beziehungen symbolisieren, gehen runter bis zu der Menschenwelt. Die abwärtsstrebenden Äste symbolisieren das manifestierte, „reale“ Gefüge.

Der Baum als solches trägt nicht nur die Welt, sondern symbolisiert sie auch, alles, was es auf der Welt gibt ist ein Teil des Baumes. Er ist die höchste Wohnstatt der Götter.

Quellen: http://www.wakandas.de/mythos_baum.htm

http://www.ramakrishna.de/vedanta/bhagavad-gita15.php

 

Puh! November 3, 2008

Gespeichert unter: Alltag — pinnsvin @ 9:54

Da denkt man sich, dass man über ein verlängertes Wochenende (das man sich selber verlängert hat) einen erholenden Wienaufenthalt bei Freunden macht und dann wird man nur fürs Schuften eingespannt und am Montag ist man tausend mal mehr kaputt als vorher :/

Wenn ich’s wenigestens vorher gewusst hätt und nicht so mit lustigem Zeug gelockt worden wär…

Aber der Blog geht weiter, keine Angst :) heute schreib ich gleich weiter (aber vorher muss ich noch Laudines Kniefall bearbeiten)

 

Weltenbäume IV Oktober 28, 2008

Gespeichert unter: fremde Mythologien — pinnsvin @ 2:43
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WIe versprochen gibt es heute mal keinen indogermanischen Weltenbaum, damit mal ein bisschen mehr Abwechslung in die Angelegenheit reinkommt :)

Daher schreibe ich heute über den Weltenbaum der Maya, welcher leicht abgeändert auch in den anderen mesoamerikanischen Kulturen zu finden. Ich behandle allerdings hier nur den der Maya, da ich nur über ihn etwas finden kann.

Seine Wurzeln reichen in die Unterwelt Xibalba und die Krone befindet sich im Himmel. In Aufzeichnungen findet man Beschreibungen von einem Herrscher, der in die Unterwelt gefallen ist, dort wird es als „die weiße Straße entlanggehen“ bezeichnet, was ein Hinweis auf die Milchstraße sein kann. Für die göttliche, irdische und Unter-Welt haben die Mayas Kalender geführt und vereint ergaben sie den uns bekannten Mayakalender.

Im berühmten Buch von Chilam Balam wird der Baum Yax Imix Che, also erste/grüne Ceiba, genannt. Andernorts heißt er auch Wakah Chan, dt.: der emporgewachsene Himmel.

Auf der Spitze vom Weltenbaum sitzt Itzam-Yeh, ein Vogel, der wahrscheinlich den Zenit repräsentiert.

Dieser Ceibabaum stellt nach Meinung vieler Forscher eigentlich die Milchstraße dar (die Mayas waren außerordentlich bewandert in der Astronomie) und wird vom mutmaßlichen Göttervater aufgezogen. Man kann den Buam also durchaus so verstehen, dass er die Mittelachse des Kosmos ist und durch in die vier Windrichtungen entstehen.

Man merkt anhand dem Vergleich mit den Maya, dass der Weltenbaum in seiner Ausprägung kein indogermanisches Symbol, sondern allgemeine, tiefverankerte Gültigkeit in der menschlichen Natur besitzt.

Meine Quellen sind das englische Wikipedia, ursach.ch und vorallem

- http://members.shaw.ca/mjfinley/

p.s.: Drei Weltenbäume nehme ich mir noch vor! Vorallem fehlt Yggdrasil noch, außerdem hätte ich noch gern etwas Indisches und, wenn ich genug finde, den finnischen Weltenbaum :)

 

Weltenbäume III Oktober 28, 2008

Gespeichert unter: fremde Mythologien — pinnsvin @ 12:18
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Auch hier teilt der Weltenbaum die Welt in drei Teile: Die Wurzeln liegen in der Unterwelt (wo die Seelen der Toten verweilen), der mittlere Teil ist in der Menschenwelt und die Krone ist im Götterhimmel (somit auch die Residenz des Göttervaters Svarog). Wie man hier leicht erkennen kann, entstammt auch diese Weltenbaumvorstellung dem indogermanischen Glauben.

Wie im ungarischen Weltenbaum lebt auch hier ein Vogel als Beschützer im Weltenbaum; die Slawen hatten sehr viel Kontakt zu den Finno-Ugren (vorallem während den Gründungszeiten Moskaus), also ist es nicht ausgeschlossen, dass es hier gemeinsame Ursprünge gibt.

Die Unterwelt ist in der slawischen Mythologie allerdings kein abschreckender Ort, sondern ein Ort voller Natur und Ruhe.

Diese Eiche ist übrigens auch der Ursprung aller Pflanzen der Welt und war so stark verehrt, dass die Slawen spezielle Rituale durchführten, bevor sie einen Baum gefällt haben.

Meine vortrefflichen Quellen sind: das russische und das deutsche Wikipedia (das englische ist nicht sehr vertrauenswürdig bei diesem Artikel)

- http://members.aol.com/hpsofsnert/beli.html

- http://findarticles.com/p/articles/mi_gx5219/is_2000/ai_n19134189

- http://www.nationmaster.com/encyclopedia/Polish-mythology

p.s.: Um für ein bisschen Abwechslung zu sorgen, werde ich wohl morgen nichts Indogermanisches nehmen :)

 

Weltenbäume II Oktober 26, 2008

Gespeichert unter: fremde Mythologien — pinnsvin @ 3:53
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In der fantastischen Reihe der Weltenbäume kommt heute ein indoeuropäischer Baum an die Reihe, nämlich Austras koks!

In der baltischen Mythologie teilt Austras koks (lettisch, dt: Baum des Ostens/der Dämmerung) das Universum in drei Teile:Zu seinen Wurzeln liegt die Unterwelt, der Stamm ist die Mittelwelt der Menschen, die Blätter stehen für den Himmel. Somit ist er ein Zeichen für die Trinitäten des Lebens (vorallem der Trinität der Zeiten).

Meistens wird er als Birke oder Eiche dargestellt. Er hat silberne Blätter, kupferne Wurzeln und goldene Äste

Er wächst von Punkt des Sonnenaufgangs zum Punkt des Sonnenuntergangs und wohl zwischendurch durch baltische Gebiete.

Tja und soviel ich auch noch das Internet durchstöbert hab, ich hab als Nicht-Balte nicht mehr herausbekommen aus den englischen und deutschen Seiten, also war meine Hauptquelle das englische Wikipedia.